Sandra Schuck Talkshow: “Anne Will” bekommt Untertitel für Hörgeschädigte
Die Talksendung “Anne Will” wird ab dem 6. Januar 2008 mit Videotext-Untertiteln für Hörgeschädigte ausgestrahlt. Zu empfangen sind die Untertitel auf der Seite 150 im ARD-Text. Die Untertitelung einer Live-Sendung wie “Anne Will” stellt die Macher vor besondere Probleme: Es gibt kein Skript, an das sie sich halten können. Wie eine Diskussion sich entwickelt, können sie allenfalls erahnen. Die Untertiteler – sie sitzen in den Räumen der ARD-Text-Redaktion beim RBB in Potsdam – arbeiten mit der so genannten Doppeltastatur-Methode. Das bedeutet: Zwei Untertiteler arbeiten als eingespieltes Team zusammen und erstellen die Texte für die Unterzeilen abwechselnd im schnellen Wechsel. Olga Nisser vom NDR, die Redakteurin von “Anne Will”: “Das erfordert eine hohe Konzentrationsfähigkeit und eine schnelle Auffassungsgabe ähnlich wie beim Simultandolmetschen.” Dazu muss dann noch eine besondere Schnelligkeit am Keyboard kommen. Dennoch ist es unmöglich, alle Äußerungen in einer Live-Diskussion vollständig wiederzugeben. Es kommt vielmehr darauf an, die jeweiligen Botschaften zu vermitteln und die roten Fäden der Gespräche erkennbar zu machen. In der Zukunft könnte sich die Untertitelung leichter gestalten, wenn eines Tages zuverlässige sprachgesteuerte Systeme zur Verfügung stehen.















