N24 Torsten Rossmann und Stefan Aust wollen N24 kaufen
Im morgig erscheinenden Tagesspiegel (Ausgabe vom 13. Januar 2010) gibt N24-Geschäftsführer Torsten Rossmann bekannt, dass er bei einem möglichen Management-Buy-out durch die ProSiebenSat.1 Media AG den konzerneigenen Nachrichtensender N24 gemeinsam mit Stefan Aust und Thorsten Pollfuß zu erwerben.
“Der Vorstand prüft jetzt konkret, den Sender zu verkaufen. Vor diesem Hintergrund habe ich mich entschieden, mein unternehmerisches Interesse an N24 deutlich zu machen”, sagte Torsten Rossmann im Interview mit dem Tagesspiegel. Rossmann betonte auch, dass alle zukünftigen Gesellschafter sich “als Privatpersonen” an der Gesellschaft beteiligen werden. Eine rechtliche Bindung zur agenda media GmbH von Aust und Pollfuß gilt als ausgeschlossen. Die operative Führung des neuen Unternehmens soll bei Rossmann liegen.
Zum Aust-Engagement sagte Rossmann: “Stefan Aust ist ein ausgewiesener Journalist, mit enormer Erfahrung nicht nur im Print-, sondern auch im Fernsehbereich. Er verfügt über exzellente Kontakte und könnte in der weiteren Planung an der Entwicklung von Formaten und Konzepten für den TV-Markt mitwirken.”
Aktuell ist es schwer einzuschätzen, wie hoch der Wert des Fernsehsenders inklusive der Tochterfirma Maz & More von ProSiebenSat.1 ist. Bislang liefert N24 Nachrichten in die eigenen Reihen der ProSiebenSat.1-Gruppe zu denen Sat.1, ProSieben und kabel eins angehören. Auf die Fortsetzung dieser Zulieferung setzt Rossmann weiterhin: “Für uns wäre die Beauftragung des Senders mit der Nachrichtenproduktion eine wesentliche Voraussetzung für unser Geschäftsmodell.”
N24 beschäftigt derzeit rund 240 Mitarbeiter und ist erst im Oktober 2008 innerhalb Berlins umgezogen. Neue Zentrale ist das ehemalige Debis-Gebäude am Marlene-Dietrich-Platz in der direkten Nähe zum Potsdamer Platz. Zuvor teilte man sich mit Sat.1 einen Gebäudekomplex am Gendarmenmarkt, welcher bereits aus Kostengründen nach Unterföhring zog.















